Noina "Persönlich"
Maurmer Post, 23. April 2021

Persönlich

Orasa Yavongsa (53) wird von allen «Noina» genannt. Die Inhaberin des Restaurants Noina Thaifood in Maur lebt seit 1989 in der Schweiz und hat drei erwachsene Söhne und ein Enkelkind. Ihr Sohn Alex machte bei ihr die Kochlehre.

Wie kamen Sie eigentlich zu Ihrem Namen «Noina»? So heisse ich schon seit Baby. Noina ist eine thailändische Frucht – meine Mutter ass sie immer so gerne, deshalb gab sie mir diesen Namen.

Bitte erzählen Sie etwas über Ihren Werdegang ... Ich bin diplomierte Kochlehrerin. Als ich in die Schweiz kam, startete ich mit meiner Thai Cooking School und baute sie im Jahr 2005 zum Restaurant Noina Thaifood mit Takeaway aus. Betty Bossi entdeckte mich und so arbeitete ich zusätzlich für ihre Kochschule. Auch die Hotelfachschule Belvoir ZH wollte mit mir zusammenarbeiten, ich konnte Studenten bei Kochevents unterrichten. Ab 2014 konzentrierte ich mich dann zu 100% auf mein eigenes Restaurant.

Wie haben Sie denn die Corona-Zeit erlebt? Schlimm – letztes Jahr erlitt ich massive Verluste, das tat mir sehr weh. Seit über einem Jahr bin ich mit meinem Take-away ohne Pause am Arbeiten. Ich bin Buddhistin, das hat mir in dieser Zeit sehr geholfen, positive Energie zu finden – da ich eine Kämpferin bin. Ich bin auch sehr dankbar für die grosse Unterstützung der Maurmer Bevölkerung. Das Take-away mache ich sehr gerne. Kochen ist meine Passion! Denn mein Herz ist am Herd – ich liebe das Kochen und das Unterrichten! Ich bin auch sehr dankbar, dass ich gesund sein darf, das ist ja so wichtig.

Was machen Sie gerne in der Freizeit? Ich liebe das Puzzeln, es ist für mich wie eine Meditation und ein bisschen wie im Leben – man muss sich in Geduld üben und das Bild manchmal auch von einem anderen Blickwinkel aus anschauen. Was ich auch sehr gerne mache, ist nähen. Ich ändere auch alte Sachen ab, damit ich sie wieder tragen kann. Und ich liebe schöne Stoffe, diese sammle ich auch.

Haben Sie ein Herzensprojekt ? Ja, die Schule in meinem Heimatdorf in Thailand. Als ich bei einem Besuch sah, wie verwahrlost das Schulhaus war und wie 55 Kinder von einer Lehrerin unterrichtet wurden – da musste ich einfach etwas unternehmen. So entstand die Idee mit meinem Kochbuch – von jedem verkauften Exemplar spende ich 10 Franken an die Schule. Ich spende auch von meinem Privatgeld. Das Geld wird fürs Essen, Trinken, Schreibzeug, Turnkleider und für Stipendien verwendet. Mittlerweile haben die Kinder vier Lehrer.

Interview: Stephanie Kamm

Bericht Maurmer Post

Noina "Persönlich"
Noina Thaifood 23 April, 2021
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